Virtual Reality für die Massen: Die VR-Brille Sony Playstation

Seit wenigen Wochen ist die VR-Brille der PlayStation erhältlich Sony möchte damit den Massenmarkt erobern.


Vier Mäuse und ein riesiger Teller mit Käse. Gar nicht so einfach, den an der Katze vorbei aus der Küche zu schmuggeln. Sie hat uns gesehen, schnell weg! Jetzt liegt der Käse verstreut auf dem schwarz-weißen Boden doch so einfach geben wir nicht auf. Während die Katze hinter dem Vorhang auf uns lauert, sammeln wir den Käse auf. Oh nein! Sie hat die grüne Maus geschnappt!

Die Zukunft des Gamings

Seit knapp zwei Wochen ist die VR-Brille der PlayStation auf dem Markt. Zusammen mit ihr kommt unter anderem auch das Spiel „Cat and Mouse“. Dabei kann man gemeinsam mit seinen Freunden entweder der Katze den Käse aus der Küche klauen oder die Mäuse als Katze davon abhalten. Die Besonderheit: Derjenige, der die Katze spielt, nimmt mit der VR-Brille direkt die Perspektive der lila Katze ein.

Zoran Roso - PlayStationVR

Für Zoran Roso von Sony Computer Entertainment Deutschland steht die PlayStation für die Zukunft des Gamings: „Wir haben schon immer die Grenzen des Spiels ausgetestet. Die VR-Brille ist der nächste Schritt.“ Die PlayStation ist laut Roso ein Fenster in fantastische Welten. Mit der VR-Technik sei man nun noch einen Schritt weiter, denn: „Mit VR ist man Teil des Spiels.“

Massentaugliche Technik

Sony versucht mit der PlayStation-VR-Brille diese Technik im High-End-Bereich massentauglich zu machen. Das japanische Unternehmen setzt auf einen deutlich preisgünstigeren VR-Einstieg als die Konkurrenz. Mit einem Verkaufspreis von 399 Euro ist die PlayStation-VR-Brille deutlich günstiger als andere VR-Brillen aus diesem Segment. Allerdings benötigt man für das VR-System eine Playstation4.

Die Kostenersparnis macht sich aber auch in der Bildqualität bemerkbar. Schon beim ersten Blick in eine Sony VR-Brille zeigt sich, dass das Ganze teils ziemlich unscharf ist. Ebenso benötigt man die Playstation Kamera, um die VR-Brille zu nutzen – ohne dieses Zusatztool geht es nicht.

Trotzdem kann die VR-Brille mit einer eindrucksvollen Bildrate beeindrucken. Auch die Idee, die mittlerweile schon fast vergessenen Move-Controller zusammen mit der VR-Brille einzusetzen, birgt großes Potential. Mithilfe der leuchtenden Gummikugel erkennt die PlayStation-Kamera die beiden Controller problemlos. Sie lassen den Spieler noch mehr in das Spiel eintauchen.

Viele Virtual Reality-Konzepte schließen den Nutzer von seiner Umwelt aus deswegen setzt Sony laut Zoran Roso auf eine andere Herangehensweise: „Bei Spielen wie ‚Cat and Mouse‘ zeigt sich, dass VR durch den ’social screen‘ auch sozial sein kann.“ Beim ’social screen‘ wird das Bild der Brille auf den Fernseher gespiegelt. So können auch Nutzer ohne VR-Brille mitspielen.

„Die Brille kann ein ganzes Heimkino simulieren“

Virtual Reality hat das Potenzial, die Spiele-, aber auch die Medienlandschaft zu bereichern und vielleicht sogar zu revolutionieren. Auch auf der PlayStation ist es nicht nur möglich, mit der VR-Brille zu spielen, sondern auch Serien oder Videos zu schauen, etwa auf Netflix oder YouTube. „Die Brille kann ein ganzes Heimkino simulieren“, sagt Roso.

Auch einen Ausblick gibt Roso: Als Sponsor der Champions League könne er sich für Sony auch eine Verwendung der VR-Brillen in diesem Bereich gut vorstellen. Statt im Stadion zu sitzen, könnten Sportfans auch ganz bequem von der Couch aus das Spiel erleben mit einem Sichterlebnis und der Perspektive, als säßen sie auf der der Tribüne. Mittelfristig sei für Roso klar, es werden weitere Verwendungsmöglichkeiten für die Medienbranche kommen.