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„Mit Ideen muss man spielen“ – der Open Innovation Hub Play von Sky

Wie steht es um die Zukunft des Fernsehens in Zeiten von Virtual Reality und Mobile Entertainment? Mit dem Innovation Hub Play macht sich der Sender Sky auf die Suche nach innovativen Produktideen rund um das Thema Unterhaltung.

Eine Idee ist wie ein zartes Pflänzchen. Erhält sie nicht ausreichend Pflege, verdorrt sie, bevor sie zu voller Blüte gelangt. Mit dem Innovation Hub namens Play bietet Sky Deutschland seit August 2016 fruchtbaren Boden für frische, noch unausgereifte Ideen, in denen die Entertainment-Formate der Zukunft keimen.

Als „Greenhouse“ dient das neue Play-Office in der Paul-Heyse-Straße im Herzen Münchens. Auf 320 Quadratmetern können sowohl Sky-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Kunden, Partner oder Experten an ihren Ideen feilen. Das Besondere: Um mitzumachen, müssen die Ideengeber weder einen fertigen Business-Plan noch ein ausgerolltes Geschäftsmodell haben. Was sie brauchen, ist eine Vision.

Gedankenspiele ohne unternehmerisches Risiko

Julia Laukemann © Sky Deutschland

Julia Laukemann © Sky Deutschland

Damit richtet Play den Fokus bewusst auf den Moment, in dem unbeschwerte Gedankenspiele noch nicht auf die Unwägbarkeiten der Realität prallen. „Wir glauben daran, dass sowohl innerhalb als auch außerhalb unserer Organisation unzählige fantastische Ideen zur Zukunft des Entertainments existieren“, betont Julia Laukemann, Senior Vice President Product Development bei Sky Deutschland. „Leider bleiben die meisten davon für immer Ideen, da es den Innovatoren an Ressourcen, Kontakten, Unterstützung oder Knowhow fehlt.“

All das will Play bieten. Ohne unternehmerisches Risiko sollen die ausgewählten Projektteams Ideen durchspielen, verändern und gedeihen lassen. Unterstützung erhalten sie von einem Sky-Team, das Frontend-, Backend-, App-Entwickler und Produkt-Designer stellt sowie von einem siebenköpfigen Mentoren-Team, bestehend aus erfahrenen und namhaften Gründern und Unternehmern wie Freya Oehle (spottster), Thomas Langenberg (Stylondo, Blackbox Immobilien) oder Yacine Coco (TalentRocket, Catchys). „Mit dem jetzigen Mentoren-Team glauben wir annähernd jeder Idee den richtigen Mann beziehungsweise die richtige Frau an die Seite stellen zu können“, betont Laukemann mit Blick auf das breite Portfolio der Mentoren.

„Niemals zuvor war es einfacher, die eigene Idee in die Tat umzusetzen“

© Sky Deutschland

© Sky Deutschland

Damit sich externe Ideengeber bis zu sechs Monate lang voll und ganz der Produktentwicklung widmen können, erhalten sie einmalig 25.000 Euro als Kompensation. Und danach?

Entsteht ein Produkt, das zum Sender passt, wird es als Sky-Produkt gelauncht. Fehlt dem Produkt die Marktreife, arbeiten die Projekt-Teams ihre Idee unter dem schützenden Dach der Research and Development-Abteilung von Sky weiter aus. Und sollte das fertige Produkt nicht unmittelbar in das Kerngeschäft des Senders passen, können die Innovatoren mit der Unterstützung von Sky Deutschland ein eigenes Start-up gründen. „Niemals zuvor war es einfacher, die eigene Idee in die Tat umzusetzen und damit die Zukunft einer gesamten Branche zu beeinflussen“, versichert Niels Dörje, der Chairman des Mentoren-Teams.

Entertainment mit Zukunftstechnologien

Auf dem Pitch Day wurden zahlreiche innovative Ideen vorgestellt © Sky Deutschland

Auf dem Pitch Day wurden zahlreiche innovative Ideen vorgestellt © Sky Deutschland

Auf insgesamt drei Play Pitch Days haben externe Ideengeber die Möglichkeit, ihre Projekte vorzustellen. Der erste Pitch Day fand am 1. September 2016 statt und führte bereits das Potenzial des Formats vor Augen. „Wir konnten eine hohe zweistellige Zahl an Einreichungen verzeichnen – was uns überaus freut! Im ersten Durchlauf haben wir bereits vier Ideen ausgewählt. Die Ideengeber werden in Kürze ins Play Office einziehen. Damit startet der Innovation Hub endgültig“, erzählt Julia Laukemann.

Was die bisher ausgewählten Ideen im Detail auszeichnet, möchte der Sender noch nicht verraten. Nur soviel vorweg: „Auf dem ersten Pitch Day haben wir uns hauptsächlich für Ideen aus den Entertainmentbereichen Sport und Kunst entschieden – jeweils verbunden mit Zukunftstechnologien“, so Laukemann.

Langfristige Entwicklungstendenzen digitaler Unterhaltung

Intuition und Spielfreude kreativer Köpfe ist das Erfolgsrezept © Sky Deutschland

Intuition und Spielfreude kreativer Köpfe ist das Erfolgsrezept © Sky Deutschland

Play setzt nicht auf Konzeptideen für Shows, Serien oder Filme, sondern auf langfristige Entwicklungstendenzen digitaler Unterhaltung. Denn zu den Herausforderungen für Fernsehsender gehören Themen wie Virtual Reality, Mobile Entertainment oder Edutainment. Längst haben die technischen Möglichkeiten das bestehende Angebot des klassischen Fernsehens überholt.

Um nicht nur Neues im alten Gewand zu präsentieren, möchte das Unternehmen die Zukunft des Unterhaltungs-Fernsehens vor allem von den Bedürfnissen der Nutzer her denken.

Sky begegnet dem Nachholbedarf der Entertainmentbranche somit mit Offenheit und Neugier. Und vielleicht könnte gerade in diesem Rückgriff auf die Intuition und Spielfreude kreativer Köpfe das Erfolgsrezept von „Play“ liegen. Denn: Innovation ist nicht kalkulierbar. Wer ihr auf die Sprünge helfen möchte, muss den Mut haben, die Zügel locker zu lassen.

 

Auf den Medientagen München am 27.10.2016 geht das Auswahlverfahren für Sky Play in die zweite Runde. Interessierte können die Jury in Form eines fünf-minütigen Live-Pitches von ihren Projektideen überzeugen. Die Anmeldung läuft noch bis zum 21. Oktober 2016.

 

Von Denis Heuring