„No Award Bullshit“ – die CommAwards 2016

Mit der eindeutigen Botschaft „No Award Bullshit“ werben die Initiatoren der CommAwards 2016 um kreative und innovative Beiträge aus der Kommunikationsbranche.

In der Werbewelt gibt es zahlreiche Preise, doch einer sticht mit dem Slogan „No Award Bullshit“ aus dieser Masse heraus: Die CommAwards, die von den CommClubs Bayern ausgerichtet werden. Während bei anderen Wettbewerben die Branche ihre eigenen Ideen beurteilt, will das Konzept der CommAwards eine realistischere Bewertung der Beiträge ermöglichen. Dafür werden neben den Agenturen und Auftraggebern auch die Endkunden verstärkt eingebunden.

Die Jury tagt. Foto: CommAwards

Die Jury tagt. Foto: CommAwards

„Das Besondere an den CommAwards ist die Jury-Zusammensetzung: Sie besteht aus je einem Drittel Kreativen, Marketern und Konsumenten“, erklärt Feico Derschow, Creative Consultant und Juryvorsitzender der Kategorie Print. Genau hier liegt der entscheidende Vorteil für die Teilnehmer des Wettbewerbs: „Zu wissen, dass ihre Arbeiten nicht von Insidern, sondern von unabhängigen Juroren prämiert wurden.“

Print, Plakat, Pixel und Raum

Neben der dreigeteilten Jury bleiben die CommAwards auch bei der Einteilung der Kategorien ihrem Motto „No Award Bullshit“ treu: Um dem Wunsch der Agenturen nach Vereinfachung gerecht zu werden, wurde das System völlig überarbeitet. Es gibt lediglich vier Kategorien: Print, Plakat, Pixel und Raum.

 Foto: CommAwards

Foto: CommAwards

In jeder dieser Kategorien gibt es einmal Gold, Silber und Bronze zu gewinnen sowie einen Grand Prix, den die Jury an einen der Goldmedaillen-Gewinner verleiht. Die Preise werden in Form von Urkunden und als hochwertige Weinflaschen überreicht.

Eine Besonderheit ist auch die Verleihung der Preise – die Gewinner brauchen diese nicht abzuholen, sie werden ihnen persönlich in die Agenturen gebracht. Das unterstreicht, dass es bei den CommAwards eben nicht nur um Prestige geht, sondern ein sinnvoller Nutzen im Vordergrund steht: die ehrliche Bewertung der Arbeiten.

Printkampagnen überzeugen immer noch

Feico Derschow sind aus der letzten Preisverleihung besonders die smart Parkhäuser im Gedächtnis geblieben: eine Anzeigenkampagne der Agentur BBDO Berlin, die die Metropolen Berlin, Rom und London als detailreiche Wimmelbilder darstellte, in denen die wendigen smart-Flitzer trotz des urbanen Trubels immer einen Platz finden.

Kampagne: Smarte Parkhäuser

Kampagne: Smarte Parkhäuser

„Idee und Umsetzung waren einzigartig und Weltklasse – das ist meine Meinung als Kreativer. Beim Art Directors Club 2016 war es die erfolgreichste Arbeit überhaupt. Aber die CommAwards-Jury hat dafür Silber vergeben. Dazu muss man wissen, dass beim ADC nur Kreative jurieren, inklusive der Urheber dieser Arbeit. Das zeigt, dass die CommAwards eine härtere, weil unabhängige Jury haben.“

Für Ulf Brychcy von der BBDO Group Germany war die Auszeichnung nicht nur die Bestätigung, dass Printkampagnen immer noch wirken, wenn sie richtig in Szene gesetzt sind: Den besonderen Reiz der CommAwards mache neben der Konzentration auf wenige Kategorien und der einzigartigen Jury auch die engagierte Förderung der Junioren aus.

 

Vielversprechende Highlights

Audi TT Event © BLACKSPACE - Stefan Bösl, Cuno von Hahn

Audi TT Event © BLACKSPACE – Stefan Bösl, Cuno von Hahn

Auch unter den Bewerbern für die Awards kommt das Konzept gut an. Zu den Gold-Gewinnern 2015 gehörte neben der Designagentur KMS Blackspace mit der gelungenen Inszenierung des Audi TT auch die thjnk AG mit ihrer Anzeigenkampagne für den Spiegel: Keine Angst vor der Wahrheit: „Die Jury der CommAwards setzt sich aus einem idealen Trio zusammen: Auftraggeber, Kreative und Konsumenten stimmen hier gleichberechtigt ab. Das bringt noch mehr Vielfalt in die Meinungen, Perspektiven und Urteile – und macht ihn als Auszeichnung für uns besonders interessant. Deshalb sind wir in jedem Jahr gerne dabei!“, so die Award Managerin Sabine Gwinner von der thjnk AG.

Kampagne: Spiegel

Kampagne: Spiegel

Die Agentur Serviceplan, die mit der mobilen Werbekampagne The Les Pauls Skill Check für Gibson Gitarren nicht nur Musikfans begeisterte, sieht einen weiteren Vorteil der CommAwards: „Der Award hat uns besonders gefreut, weil er von einer Jury vergeben wurde, in der nicht nur Werber sitzen. Außerdem freuen wir uns als Münchner Agentur natürlich besonders über Anerkennung aus der Heimat. Und im Gegensatz zu anderen Awards kann man mit diesem auch vernünftig anstoßen“, erklärt das verantwortliche Kreativ-Team Shari Bremer, Florian Daldrup und Nicolas Klein mit einem Augenzwinkern.

Kampagne: The Les Pauls Skill Check

Kampagne: The Les Pauls Skill Check

Welche Highlights sich dieses Mal um einen der CommAwards bewerben, ist noch im Dunkeln:  „Wir lassen uns immer überraschen, welche Ideen und Umsetzungen sich unseren Jurys stellen wollen“, sagt Feico Derschow. „Die Arbeiten sehen wir erst nach Einreichungsschluss.“

Noch bis zum  30. September können Beiträge eingereicht werden.