Kleecenter in Nürnberg. Foto: Cleecenter

Startup.Digital.Nürnberg – Gründerzentrum in Nürnberg

In Nürnberg hat ein neues Gründerzentrum eröffnet: Startup.Digital.Nürnberg wendet sich speziell an Existenzgründer mit digitalem Hintergrund und bietet unter anderem moderne Büros in Innenstadtnähe – zu einem unschlagbaren Preis.

Seit 2007 gibt es das Klee-Center Nürnberg. In einem ehemaligen Paketpostamt mitten in der wilden Südstadt der Frankenmetropole findet sich eines von 19 allgemeinen Gründerzentren in Bayern. 45 junge Startups der unterschiedlichsten Branchen sind dort aktuell beheimatet – 60 werden es demnächst sein. Denn das Klee-Center wächst: Unter dem Dach des denkmalgeschützten Gebäudes in der Kleestraße 21-23 sind 15 weitere Büroräume mit 30 Arbeitsplätzen entstanden. Und die wenden sich exklusiv an die digitale Gründerszene der Stadt.

Name des neuen, von der bayerischen Staatsregierung und der Stadt Nürnberg im Rahmen der „Nordbayern-Initiative“ geförderten Projekts, das am 5. Juli 2016 offiziell eingeweiht wurde: Startup.Digital.Nürnberg! Die ersten Mieter sind schon da: Junge Firmen aus den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, die sich unter anderem den Themen „Virtual Reality“ und „Programmierung von Fahrzeugvernetzung und -steuerung“ verschrieben haben.

Was ist das Klee-Center Existenzgründerzentrum?

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Eingezogene Startups

Ein digitaler Verlag ist an Bord, ein Spezialist für Software-Anpassungen für den Mittelstand sowie die Betreiber der Internetseite Hotelbars.de. Sechs der 15 neuen Büroräume sind schon vergeben. Und die Betreiber sind optimistisch, dass auch der Rest bald weg ist.

„Wir wollen keinen Wettbewerb zu der bestehenden Coworking-Szene in der Stadt lostreten“, betont Dietrich Fleisch, Geschäftsführer des Klee-Center Nürnberg. „Doch nicht jede Arbeit eignet sich für Coworking. Wer bei uns anfängt, will ganz klar sein eigenes kleines Büro haben.“ Und das ist unmöbliert im Klee-Center schon ab 150 Euro pro Monat zu haben. Die Räume beginnen ab einer Größe von zehn Quadratmetern und reichen von der Wabe für einen Schreibtisch hin zum Großraumbüro. Egal ob klein oder groß: Mietkosten sind immer Fixkosten.

Rutscht man in die „Startup.Digital.Nürnberg“-Förderung, winkt sogar ein komplett möbliertes Büro: Schreibtisch, Stuhl und Rollcontainer sowie Heizung und Internet sind dann schon in der Miete mit inbegriffen, nur Telefon, Beteiligung am Gemeinschaftsdrucker und die Kaffeekasse kommen noch dazu. Für die Mieter ergibt das am Ende einen Quadratmeterpreis von rund 10 Euro, was in einer Großstadt wie Nürnberg unschlagbar ist.

Raum für junge Digitale

Für die jungen Digitalen im Haus gibt es zusätzlich das „Coworking Ticket“ mit zusätzlichen festen wöchentlichen Anleitungs- und Fortbildungsangeboten. Doch auch bei sonstigen Fragen sitzen Fachleute im Haus und helfen bei Bedarf weiter: Steuer- und Finanzberater, Rechtsanwälte, Betriebswissenschaftler, Unternehmensberater. „Wir sehen uns da ein Stück weit tatsächlich als Sparringspartner der digitalen Startups“, sagt Dietrich Fleisch.

Raum für junge Digitale. Foto: Kleecenter

Raum für junge Digitale. Foto: Kleecenter

Auch die übrige Infrastruktur in Klee-Center kann sich sehen lassen. Neben einem zu festen Zeiten besetzten Empfang am Haupteingang gibt es im Erdgeschoss eine Kaffeebar und ein lichtdurchflutetes Besprechungszimmer („Aquarium“). Die Optik unterm Dach kombiniert die alten freigelegten Holzbalken mit viel Glas und setzt auf ein betont offenes Sichtfeld. Ein Aufzug sorgt für Barrierefreiheit, eine Klimaanlage dafür, dass in den Sommermonaten hier nur die Köpfe rauchen.

Außerdem finden sich im Haus Schulungsräume in unterschiedlichen Größen, die auch an Externe vermietet werden. Den Mietern steht eine geräumige Dachterrasse zur Verfügung. Groß geschrieben wird im Klee-Center Nürnberg aber vor allem Nachbarschaft: Nicht nur Computer, sondern ausdrücklich auch Menschen sollen hier vernetzt werden. So ist schon manch eine Idee oder Zusammenarbeit über den Gang hinweg entstanden.

Sollte das Startup schneller als gedacht wachsen und das Büro zu klein werden, so kann die Firma bequem innerhalb des Hauses umziehen – und behält Adresse und Telefonnummer. Maximale Verbleibzeit im Klee-Center ist fünf Jahre, dann wird man als gewachsenes Unternehmen dem freien Markt übergeben. Übrigens: Der durchschnittliche Gründer ist derzeit 42 Jahre alt, die Frauenquote im Haus liegt bei 40 Prozent.