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Google eröffnet neues Entwicklungszentrum

Nach zehn Jahren am Standort München eröffnet Google am 8. April 2016 sein neues Entwicklungszentrum mit High-Tech-Büros im Arnulfpark an der Hackerbrücke. Auf den rund 11.000 Quadratmetern können nun doppelt so viele Mitarbeiter wie bisher am Traum „Google“ mitarbeiten. Das Unternehmen präsentiert sich frisch und kreativ und unterstreicht das auch mit seinem Gebäude und den Angeboten für Mitarbeiter.

Anfang 2006 kamen die ersten „Googler“ nach München. Mittlerweile beschäftigt das US-amerikanische Unternehmen rund 400 Mitarbeiter in der bayerischen Landeshauptstadt – und die brauchen Platz. „Der alte Standort in der Innenstadt war schlicht zu klein. In unseren neuen Büros im Arnulfpark können wir jetzt auf bis zu 800 Mitarbeiter erweitern“, sagt Dr. Wieland Holfelder, Entwicklungschef Google Deutschland und Leiter des Münchner Entwicklungszentrums. Am Google-Standort München wird die Software für Google weltweit entwickelt und darüber hinaus zahlreiche innovative Produkte im Bereich Datenschutz. Dazu gehören Tools wie „myaccount.google.com“ und wichtige Elemente des Browsers „Chrome“ wie der „Passwort-Manager“.

Perfekte Rahmenbedingungen

„Als eine der internationalen IT-Hochburgen bietet die Stadt dafür perfekte Rahmenbedingungen für uns: hervorragende Universitäten, moderne Infrastruktur, eine aktive Entwickler- und Startup-Szene und eine Lebensqualität, die auch international in den letzten Jahren immer unter den ersten vier bis fünf Städten der Welt lag“, erklärt Dr. Wieland Holfelder. Die Folge daraus ist eine Vielzahl geeigneter Fachkräfte. „Kürzlich hat Deloitte eine Studie veröffentlicht, in der München als Deutschlands Digitalstandort Nummer eins bewertet wurde, sowie auch als Talent-Hauptstadt im Bereich IT. Das können wir für unseren Bereich so auch bestätigen“, sagt Dr. Wieland Holfelder.

Ein Fitnesscenter mit Trainern, ein Open-Air-Sportplatz, eine Tiefgarage für Fahrräder nebst einer eigenen Werkstatt und modern gestaltete Konferenzräume sind Teil des neu bezogenen Entwicklungszentrums von Google und sollen die typische, kreative und innovative Google-Arbeitswelt wiederspiegeln. In den Büros gibt es keine Server, da alles über die Cloud läuft. Die Beleuchtung im gesamten Gebäude erfolgt vollständig durch energiesparende LED-Lampen, welche mittels Sensoren automatisch auf Wetter und Tageszeiten angepasst werden. Bei der Gestaltung der Büro- und Konferenzräume setzten die Innenarchitekten auf eine bunte Mischung aus bayerischer Tradition und kalifornischer Moderne.

„In München bedeutet das: Die Büros sind ein schöner Mix aus Marienplatz und Mountain View“, sagt Dr. Wieland Holfelder. In den Restaurants Café Flex und Café Wiesn haben die „Googler“ die Möglichkeit, gratis aus einem vielfältigen kulinarischen Angebot auszuwählen. Jeden Monat werden beispielsweise 2.500 Riegel Schokolade verspeist und 2.500 Kilogramm Orangen zu Saft verarbeitet. „Mit dem gBräu gibt es sogar ein eigenes Bier, streng nach Reinheitsgebot gebraut und natürlich erst nach Feierabend“, erklärt Dr. Wieland Holfelder.

Arbeitsatmosphäre: Kreativ, fokussiert und effektiv

Sabine Borsay ist Product-Managerin am Standort München und arbeitet schon seit sechs Jahren für den Internetgiganten: „Seit zwei Jahren bin ich in unserem Büro hier in München tätig. Vorher war ich in Dublin, Irland, sowie auch in unserem Headquarter in Mountain View, Kalifornien.“ Als Product-Managerin ist Sabine Borsay für den gesamten „product life cycle“ neuer Produkte und Features zuständig – vom Konzept bis hin zum fertigen Produkt. „Ich arbeite hierbei eng mit unseren Entwicklerteams zusammen, aber auch funktionsübergreifend, zum Beispiel mit unseren User-Experience-Designern und Marketing-Teams“, sagt Borsay.

Morgens startet sie mit dem sogenannten Team-Stand-Up-Meeting, in dem jedes Teammitglied seine Kollegen mit einem kurzen einminütigen Update auf den aktuellen Stand der jeweiligen Projekte bringt, in den Tag. „Dann plane ich zum Beispiel bevorstehende Produkt-Starts oder verfasse die Anforderungen für neue Funktionen, die wir entwickeln wollen. Abends endet mein Arbeitstag häufig mit Meetings per Videokonferenz mit den Kollegen in Mountain View“, erklärt sie.

Die Zusammenarbeit mit den anderen Google-Standorten ist sehr eng und das Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter aus rund 30 verschiedenen Ländern. Deshalb ist die Unternehmenssprache Englisch. „In den deutschen Büros hört man aber natürlich auch mal Deutsch beziehungsweise in München Bayerisch“, weiß Dr. Holfelder. Sabine Borsay arbeitet gerne bei Google: „Am meisten gefällt mir, dass wir ermutigt werden, groß zu denken und neue Ideen auszuprobieren. Und natürlich ist es auch inspirierend mit so talentierten Kolleginnen und Kollegen aus vielen verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten.“

Der Google-Standort in München ist für Bayern eine große Bereicherung: „Die Pläne von Google und von Bayern sind in vielen Punkten sehr kompatibel. Auch Bayern will mit seiner Zukunftsstrategie Bayern Digital den digitalen Wandel maßgeblich mitgestalten und neue Zukunftschancen eröffnen“, sagt Dr. Holfelder. Das Unternehmen hat in den vergangenen zehn Jahren mit seinem Münchner-Standort in Bayern Wurzeln geschlagen. „Gemeinsam mit bestehenden und neuen Partnern möchten wir weiter dazu beitragen, dass München auch in der digitalen Zukunft ganz vorne mitspielt“, setzt sich Dr. Wieland Holfelder als Ziel für die Zukunft.