Patrick Hübner

5 Tipps für erfolgreiche Unterhaltungsformate

Wie müssen Unterhaltungsformate heute aussehen, um erfolgreich zu sein? Die Münchner Produktionsfirma Enrico Pallazzo stellt sich seit 2012 diese Frage. Dass Sie auch eine überzeugende Antwort gefunden hat, stellt nun auch die Bundesregierung fest. Die Macher von „Walulis sieht fern“ wurden für ihre digitalen Unterhaltungskonzepte als eine der kreativsten Produktionsfirmen Deutschlands ausgezeichnet. Klaus Kranewitter, Philipp Walulis und Tobias Klose haben den „Kultur- und Kreativpiloten“ 2015 erhalten. Das MedienNetzwerk Bayern hat sie nach fünf Tipps gefragt, worauf es bei kreativen Unterhaltungsformaten ankommt.

 

Preisträger stehen neben Brigitte Zypries und Dr. Günter Winands auf der Bühne. Foto: Michael Reitz

Die Macher von Walulis sieht fern in Berlin bei der Preisverleigung „Kultur- und Kreativpiloten“ 2015. Foto: Michael Reitz

  1. Die Situation des Zuschauers kennen
    In welcher Situation wird der Zuschauer sein, wenn ihn die Sendung erreicht? Sitzt er Zuhause und ist bereit für eine lange Sendung oder schaut er sich unterwegs einen Clip auf dem Handy an?
  2. Den Zuschauer ernst nehmen
    Die Zeiten, in denen dem Zuschauer lieblos zusammengezimmerte Unterhaltung aus Sperrholz-Studios präsentiert werden konnte, sind vorbei. Die Kompetenz des Zuschauers bezüglich Produktionsprozesse ist gestiegen und er lässt sich nicht mehr so leicht hinters Show-Licht führen.
  3. Erwartungen bedienen und brechen
    Wenn der Zuschauer eine Quizshow will, soll er eine bekommen. Doch um aus einer oken eine grandiose Show zu machen, sollte man auch hin und wieder mit den Konventionen brechen und so für Aha-Momente sorgen.
  4. Die richtigen Partner mit an Bord haben
    Die Leute, die für etwas Neues nötig sind, wachsen nicht auf Bäumen, sondern müssen gesucht und richtig zusammengestellt werden. Auf der anderen Seite ist es wichtig, dass ein Medienunternehmen, sofern man denn für eines arbeitet, einen unterstützt: Mit Zeit, Vertrauen, Freiheit, Ideen und auch dem entsprechendem Budget. Es ist nicht nur wichtig mit wem man arbeitet, sondern auch für wen.
  5. Nicht Verona Pooth enthalten
    Das Wichtigste: Alle diese Panel-Promis, die von verzweifelten Fernsehmachern in Sendungen als vermeintliche Erfolgsgarantie verheizt werden, zeugen von der Angst vor Neuem. Lange wird das nicht gut gehen…