Personalisierte Nachrichten für unterwegs – die BR24-App

In hellblau, dunkelgrau und weiß kommt sie daher: Die neue Nachrichten-App BR24 des Bayerischen Rundfunks. Nachdem die Beta-Version bereits seit drei Monaten im App-Store verfügbar ist, gibt es ab kommenden Montag die Vollversion. Der BR setzt vor allem auf personalisierte Nachrichten und ist damit Vorreiter in Deutschland.

Nicht eine Nachrichten-Zusammenstellung für alle, sondern eine personalisierte für jeden Einzelnen. Das ist der Ansatz der BR24-App. Im Gegensatz zu den meisten derzeit verfügbaren Nachrichten-Apps kann der User selbst auswählen, worüber die App ihn informiert. Er kann bestimmen, ob er schwerpunktmäßig über bayerische Themen, das Weltgeschehen oder über ein ganz individuelles Thema auf dem Laufenden gehalten werden will. Ein neuer Ansatz in Deutschland, eine App zu konzipieren. „Gemeinsam mit der BBC sind wir die ersten, die eine personalisierte Nachrichten-App haben“, sagt Mustafa Isik, Leiter der BR-Abteilung Softwareentwicklung und Programme.

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Über die Regionenkarte lassen sich gezielt Nachrichten beziehen. Quelle: BR

Ermöglicht wird die Personalisierung durch mehrere Features. Erstens kann der User auswählen, ob er über Das Wichtigste oder Bayern informiert werden möchte. Zweitens kann er über die Auswahl in einer Regionenkarte Nachrichten aus den sieben Regierungsbezirken Bayerns beziehen. Und drittens kann er einzelne Schlagworte abonnieren. Interessiert er sich etwa für eine bestimmte Band oder Person, kann er sich automatisch benachrichtigen lassen, sobald es dazu etwas Neues gibt. In den über 130 App-Bewertungen im Android-Playstore loben User vor allem die Personalisierung und das Karten-Feature. „Besonders sinnvoll ist die Darstellung von Meldungen auf der Karte, habe ich bis jetzt bei keiner anderen Nachrichten App so gesehen“, schreibt etwa der User Vinzenz Ager. „Eine echt Top-Leistung der Programmierer“, findet Reiko Loewe nach dem Download.

Besonders aufwändig und kniffelig zu lösen war für die Programmierer genau das, was die App Neues bietet: „Das Schlagwort-Abo war programmiertechnisch schon eine Herausforderung. Wir mussten uns die Frage stellen: Wie schaffen wir es, dass Abonnenten manche Nachrichten nicht doppelt bekommen?“, sagt Isik. Das könne dann passieren, schildert er das ungewollte Szenario, wenn ein Abonnent sich beispielsweise für eine Partei und deren Spitzenkandidaten interessiert. Bei solch einer Konstellation gilt es zu vermeiden, dass der User manche Nachrichten doppelt erhält, die mit dem Spitzenkandidaten und seiner Partei zusammenhängen. Was ein nicht selten vorkommender Fall ist.

Mustafa Isik hat mit seinem Team die App entwickelt. Foto: Max Hofstetter/BR

Mustafa Isik hat mit seinem Team die App entwickelt. Foto: Max Hofstetter/BR

Und was passiert mit den personenbezogenen Daten, die generiert werden, wenn User angeben, welche Nachrichten, Regionen oder Themen sie besonders interessieren? Erfasst werden diese nur auf das Gerät bezogen, nicht auf die Person, sagt Isik. Vergleichbar ist das mit der IP-Adresse des Computers. Sie werden aber nicht mit dem Gerätebesitzer verknüpft. Und verwendet werden sie nur für das Nachrichten-Verschicken, nicht für Werbe- oder kommerzielle Zwecke.

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„In drei Monaten, in denen die Beta-Version verfügbar ist, haben 10.000 Nutzer die App heruntergeladen, ohne dass wir sie groß beworben hätten“, sagt Isik. Seit Juni war die Beta-Version für Android und iOS bereits im App-Store verfügbar. Unter anderem die Rückmeldung der User half seitdem, sie zu verbessern. Über einen Feedback-Button konnten sie Lob, Kritik, Anregungen und Meinungen mitteilen. Die User seien vor allem wichtig „als diejenigen, die uns regelmäßig den Input geben, den wir benötigen, damit das, was wir da gerade versuchen, noch besser wird“, schreibt Christian Jakubetz im offiziellen BR24-Blog. Dieser hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Überblick, Erwartungen der User und Fortschritte innerhalb des Teams gezeigt. Die meisten Rückmeldungen an das BR24-Team gingen zum Thema Schlagwort-Abo ein. Dieses war zunächst bei Android und iOS unterschiedlich aufgebaut. Die Rückmeldung der User hat dem Team jedoch gezeigt, dass die User mit der Android-Version besser zurecht kamen. Also ist das jetzt geändert.
Bevor es mit derlei Themen in den Feinschliff der App ging, war für das gesamte Team jedoch viel Arbeit zu leisten. „Als wir mit der BR24-App begonnen haben, mussten wir wirklich bei Null anfangen. Die webbasierte Infrastruktur haben wir komplett neu aufgebaut – das heißt, ein komplett neues Mobile-CMS“, sagt Mustafa Isik. Es musste also erst eine Bedienoberfläche für Redakteure geschaffen werden, über die sie die App mit Nachrichten füllen können. Mit der Vollversion, die am kommenden Montag gelaunched wird, ist die App dann auch für Tablets verfügbar.

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