King Gong Show – Rock’n’Roll verbindet

Purer Rockgenuss. Das erwartet die Hörer am Morgen in der King Gong Show bei Radio Gong in Nürnberg. Und damit das auch so bleibt, legen sich die beiden Morningshow-Moderatoren Guido Seibelt und Martin Siegordner täglich ab fünf Uhr so richtig ins Zeug. Spontanität und Natürlichkeit sind das Motto der Sendung. Genau wie beim Rock’n’Roll!

Die Moderatoren Guido Seibelt und Martin Siegordner leben für Rock'n'Roll  Foto: Matthias Schäffner

Die Moderatoren Guido Seibelt und Martin Siegordner leben für Rock’n’Roll  Foto: Matthias Schäffner

Eigentlich ist es erstaunlich, dass sich die beiden Moderatoren so gut verstehen und ein perfekt eingespieltes Team bilden: Martin, der Familienmensch, der sich nach der Sendung darauf freut, seine kleine Tochter zu sehen. Auf der anderen Seite Guido mit seinen vier Katzen zu Hause. Für ihn heißt Entspannung unter anderem, vor dem Feuerwehrhaus zu warten, bis die Fahrzeuge ausrücken. Das sei wie beim Angeln, findet er. Martin beschäftigt sich mit steuerlichen Themen und Finanzen, während Guido lange Zeit in Rockbands gespielt hat. Martin fährt mit dem Auto, Guido fährt Motorrad. Dennoch gibt es eine Sache, die beide ganz nah zusammenrücken und harmonieren lässt: Die Liebe zur Rockmusik.

Rockklassiker von gestern und morgen

Hier liegt ganz klar der Schwerpunkt der Sendung. „Top-Priorität haben vor allem die Rockklassiker der 1970er- und 1980er-Jahre“, sagt Martin Siegordner. Natürlich werden auch Lieder aus den 1990er-Jahren und den 2000er-Jahren gespielt. Diese seien ja bereits die Rock-Classics von morgen. Der persönliche Musikgeschmack der beiden Moderatoren wird jedenfalls perfekt durch die eigene Sendung abgedeckt. Während die Country-Musiklegende Johnny Cash für Guido Seibelt unangefochten auf der Nummer Eins seiner Hitliste steht, sind es für den jüngeren Martin Siegordner vor allem Bands wie Limp Bizkit und Green Day. Die Hörer können sich also über ein ausgewogenes und breit gefächertes Programm freuen. Hits, die nur kurz in den Charts zu hören sind, tauchen so gut wie nicht auf: „Unsere Songs waren vor 30 Jahren gut und werden in 20 Jahren immer noch gehört“, beschreibt Guido Seibelt das Erfolgskonzept.

Guido Seibelt und Martin Siegordner on Air  Foto: Matthias Schäffner

Guido Seibelt und Martin Siegordner on Air. Sie vertreten das Prinzip „professionelle Flexibilität“ Foto: Matthias Schäffner

Ein weiteres wesentliches Merkmal der King Gong Show ist für Guido Seibelt Spontanität und Natürlichkeit. „So wie das Leben gerade bei uns spielt, spielen wir es auch ON AIR.“ Wenn er morgens mit Kopfschmerzen in die Show kommt, „dann tue ich nicht so, als würde es mir total rosig gehen, sondern frage die Hörer, was man gegen Migräne machen kann“. Das Wichtigste sei, nahe an den Hörern zu bleiben und sich nicht zu verstellen. Für Martin Siegordner war „von Anfang an klar, dass wir authentisch sein wollen“. Das gefällt den Hörern, weil sie wissen, „dass es bei uns vielleicht auch so wie bei ihnen selbst abläuft“. Dafür ist professionelle Flexibilität das Allerwichtigste, wie Guido Seibelt es nennt. „Wir haben schon einen Plan, aber es ist teilweise das organisierte Chaos. Ich glaube, dass Zufall die einzige Regelmäßigkeit im Alltag darstellt. So wie es kommt, wird es genommen. Wenn um 7.46 Uhr ein wunderschöner Sonnenaufgang ist, dann werden wir darüber sprechen.“

Spaß mit ernsten Untertönen

Natürlich beinhaltet Rock’n’Roll auch einen besonderen Lebensstil, den beide Moderatoren in ihrer Sendung den Zuhörern mit vollem Einsatz vermitteln. Lässigkeit und Spaß stehen ganz oben auf der Liste. Beide tragen Band-T-Shirts im Studio, wie es sich für echte Rocker gehört. Während Martin Siegordner beim Abspielen der Songs meist lässig an der Wand lehnt und leicht mit dem Kopf wippt, „begleitet“ der Schlagzeuger Guido Seibelt mit imaginären Drumsticks und viel Körpereinsatz die Band. „Rock’n’Roll beschreibt letztendlich das Auf und Ab im Leben“, so Guido Seibelt. Rock’n’Roll sei wie ein kleiner Punk, den jeder in sich trägt und kleine Lügen, die man für sich selbst behält. Am besten könne dies anhand der Rocklegende Mick Jagger beschrieben werden: „Er hat extrem schlechte aber auch extrem gute Zeiten hinter sich.“ Guido Seibelt, der bereits einen Herzinfarkt überstanden hat, weiß daher genau wovon er spricht, wenn er sagt „jeder Tag kann der letzte sein“. Dennoch ist sein Leitsatz im Leben: „Kontrast macht lebendig. Wenn alles immer nur gut laufen würde, wüsste man das Beste ja gar nicht zu schätzen.“

 

Von Matthias Schäffner