Filmfest München
Filmfest München 2019

Mehr regionaler Bezug, mehr internationale Strahlkraft

Das Filmfest München entwickelt sich weiter und wartet 2019 mit einigen Neuerungen auf: Besucher dürfen sich auf vier neue Preise, eine eigene Reihe zu Virtual Reality und internationale Stars freuen.

37. Filmfest München 2019

37. Filmfest München 2019

„Aus dem Filmfest München ein Medienfestival mit regionalem Bezug und internationaler Strahlkraft machen“ – so lautete der Plan von Festivalleiterin Diana Iljine im Juni 2018. Für die Umsetzung dieses Vorhabens bewilligte der Freistaat Bayern für 2019 zusätzlich 1,6 Millionen Euro. Ab 2020 ist ein jährliches Plus von 3 Millionen Euro angesetzt. Mit der 37. Festivalausgabe vom 27. Juni bis zum 06. Juli 2019 präsentiert das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands sein erweitertes Angebot.

Das ist neu beim Filmfest München 2019

2019 werden auf dem Filmfest München vier zusätzliche Preise verliehen. Neu ins Leben gerufen wurden der CineCoPro-Award und der Margot Hielscher Preis:

  • CineCoPro-Award: CineCoPro ist eine Wettbewerbsreihe für internationale Koproduktionen mit deutscher Beteiligung. Damit holt das Filmfest München erfolgreiche Filme nach München und zeigt sie als Welt- oder Deutschlandpremieren. Der Award ist mit 100.000 Euro dotiert.
  • Margot Hielscher Preis: Die Preisverleihung findet zu Ehren der Schauspielerin und Sängerin Margot Hielscher statt, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis geht an einen nationalen oder internationalen Künstler, der sich schon in jungen Jahren ein außerordentliches kulturelles Engagement gezeigt hat.

Daneben werden in diesem Jahr die Kinoprogrammpreise der Landeshauptstadt München und die Starter-Filmpreise der Landeshauptstadt München erstmals im Rahmen des Filmfests München vergeben.

VR auf dem Vormarsch

Zur Weiterentwicklung des Festivals zählen ebenfalls die Öffnung für aktuelle Medientrends und die stärkere Berücksichtigung von Bereichen wie Virtual Reality, Augmented Reality und Games. Mit der neuen Reihe „Virtual Worlds“ machen die Veranstalter den Anfang: Drei Tage präsentieren sie den Gästen eine Auswahl der innovativsten und wichtigsten internationalen VR-Experiences. Die Besucher haben dabei die Möglichkeit, verschiedene VR-Formate selbst auszuprobieren.

Diana Iljine, Festivaldirektorin

Diana Iljine, Festivaldirektorin (© Sonja Calvert)

Und auch sonst hat das Filmfest München 2019 einige Highlights zu bieten: „Wie immer sind jede Menge Musikfilme im Programm vertreten. Die Dokumentarfilme ‚Wer 4 sind‛ über die Fantastischen Vier und ‚Spider Murphy Gang – Glory Days Of Rock ‚N‘ Roll‛ sind darunter natürlich noch einmal besondere Highlights. Beide Filme feiern bei uns ihre Weltpremiere und selbstverständlich sind auch die Bands persönlich vor Ort. (…) Neben den Filmen und Serien freue ich mich natürlich auf unsere vielen internationalen Gäste. Mit den beiden CineMerit-Preisträgern Ralph Fiennes und Antonio Banderas haben wir zwei absolute Weltstars bei uns in München zu Gast“, so Iljine.

Starke Präsenz bayerischer Projekte

Das Filmfest München setzt 2019 verstärkt regionale Schwerpunkte: „Die Filmstadt München und der Medienstandort Bayern sind eine enorme Kraftquelle und auch Treiber für das Festival“, betont Iljine. Besonders stark vertreten ist dieses Jahr die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München. Neben der Aufführung zahlreicher Produktionen von Studierenden und Absolventen richtet die HFF München Seminare und Workshops sowie einen Kurzfilmabend aus. Mit „Minga Baby“ erzählen die Veranstalter anhand von acht Filmen, unter anderem von Rainer Werner Fassbinder, Helmut Dietl, May Spils und Ula Stöckl, ein Stück Münchner Filmgeschichte. Anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Bavaria Film werden in diesem Jahr drei restaurierte Klassiker aus dem umfangreichen Portfolio der Institution aufgeführt.

Es ist also einiges passiert seit Juni 2018. Wie geht es künftig weiter? „Wir wollen die eingangs erwähnte, zukunftsorientierte Entwicklung natürlich fortführen. Dazu wird gehören, die in- und externen Strukturen so zu gestalten, dass das Filmfest als Leuchtturm in der Medienlandschaft Deutschlands und Bayerns relevant bleibt und sogar noch relevanter wird. Das Filmfest ist der wichtigste Treffpunkt für deutsche Filmschaffende im Sommer – und das soll natürlich auch so bleiben. Die gesamte Branche versammelt sich hier unter dem Motto ‚Sommer, Sonne, München‛ zum Feiern und Netzwerken“, so der Ausblick von Iljine.

Das Mediennetzwerk Bayern unterstützt beim Filmfest München 2019 die Gesprächsrunde „This actress does not exist“ des FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern) sowie die Veranstaltung „Book meets Film“ des Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Landesverband Bayern e.V. und des Verband Druck und Medien Bayern e.V.

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Filmfest München.