Wolf Groß

Münchner Webwoche: Startups mit Frauen sind erfolgreicher

Im Rahmen der Münchner Webwoche erklärt Prof. Wolf Groß vom Isarnetz, warum Start-ups mit einem hohen Frauen- oder Migrantenanteil erfolgreicher sind als Start-ups, die ausschließlich von männlichen Kommilitonen einer Fachrichtung gegründet worden sind. Auch beim Isarcamp gibt es einen eigenen Track von und für Frauen in Start-ups.

Wolf Groß

Wolf Groß sprach auf der Münchner Webwoche über die Erfolgsaussichten von Startups.

Herr Groß, warum sind Start-ups mit Frauen erfolgreicher als welche ohne?

Wolf Groß: Generell ist immer eine Mischung gut. Frauen sind sehr gut darin, Dinge im Zusammenhang zu sehen, während Männer technikverliebter sind und den Nutzwertaspekt nicht so im Zusammenhang sehen. Ein Beispiel ist auch der IKEA-Katalog: Er spricht vor allem Frauen an. Für Männer müsste man mehr die Leistung der einzelnen Produkte darstellen.

 

Gibt es dazu auch Untersuchungen?

Groß: Es gibt die Untersuchung Startup Genome. Es wurden Daten von 50.000 Startups erhoben. Daraus entstanden sind Rankings mit harten Fakten, beispielsweise wie viele Arbeitsplätze geschaffen worden sind. In erfolgreichen Start-up-Städten ist der Frauenanteil in Start-ups höher. Eine Untersuchung der Unternehmensberatung McKinsey bestätigt, dass Unternehmen, die weniger Frauen beschäftigen, weniger Gewinn machen. Auch ein hoher Anteil an Migranten deutet auf erfolgreichere Startups hin.

 

Warum spielen Migranten eine derart große Rolle?

Groß: Im Silicon Valley und in Tel Aviv liegt der Migrantenanteil bei Start-ups bei über 50 Prozent. Im Silicon Valley wird sogar massiv nach Migranten gesucht. Das hängt damit zusammen, dass dadurch verschiedene Perspektiven ins Unternehmen kommen. Dies ist besonders wichtig, wenn man den Weltmarkt angehen will. Verschiedene Kunden werden dadurch besser angesprochen.

 

Programm der Münchner Webwoche
Programm und Anmeldung des Isarcamps