FlyingLab

„Der Austausch zwischen Wissenschaft und Kunst ist wichtig“

Für die Münchner Künstlerin Susanne Steinmassl begann die SXSW: South by South West 2019 schon, bevor sie in Austin, Texas ankam – in Frankfurt, um genau zu sein. Sie machte sich im FlyingLab auf den Weg. Den Sonderflug hatte Lufthansa eigens für die SXSW Conference aufgelegt. Aber was passiert eigentlich im FlyingLab? Für das MedienNetzwerk Bayern gibt Susanne Steinmassl Einblicke in Flug und Festival.

Susanne, auf Einladung der Lufthansa bist du zur SXSW Conference geflogen. Bereits der Flug nach Austin hatte schon Festival-Charakter …

Susanne Steinmassl: Der FlyLab Flug war der perfekte Start, es ging bereits am Gate in Frankfurt los. Dort gab es ein Meet&Greet aller FlyingLab Fluggäste. Es gab erste Ansprachen, viel Austausch und ein Konzert von Chagall. Auf dem Flug konnte man via Live-Stream auf allen Plätzen das Programm aus Vorträgen und Konzerten, das ganz vorne im Flugzeug stattfand, jederzeit verfolgen. Mein Highlight war auf jeden Fall der Auftritt des Rappers Kelvyn Colt. Das war schon sehr besonders, so etwas über den Wolken zu erleben.

Wen konnte man an Bord noch treffen?

Susanne: Den Flug konnte im Prinzip jeder buchen. Daher war es eine Mischung aus eingeladenen Gästen und Passagieren, die selbst gebucht haben. Von der Musikbranche über die Automobilbranche bis hin zum Consulting Unternehmen war alles vertreten. Alle im Flugzeug hatten dasselbe Ziel und somit auch ähnliche Interesse, wobei jeder natürlich einen unterschiedlichen Background hatte. Vernetzen konnte man sich also gut. Ich habe dabei auch mit Unternehmern geredet, die sehr an meinem AI-Filmprojekt interessiert waren und später zur Ausstellung gekommen sind.

Was gab es auf der SXSW Conference zu erleben?

Susanne: Am Freitag gab es ein KickOff im German Haus. Ab dem Moment haben in dem Haus unterschiedliche Veranstaltungen stattgefunden – von Musik bis zu Vorträgen und Workshops. Auch die Panel-Diskussion im Rahmen des Lufthansa-FlyingLab, auf der ich gesprochen habe, hat dort stattgefunden. In dessen Rahmen hat auch Moritz Simon Geist ein Konzert mit seinen sogenannten „Music Robots“ gegeben. Das war großartig.

Welche Rolle spielte KI auf der SXSW?

Susanne:  Es gab natürlich auch unglaublich viele Vorträge zum Thema KI – gefühlt jede dritte Veranstaltung hatte KI im Titel. Da waren sehr spannende Vorträge dabei, aber auch weniger Interessantes. Es wird inzwischen oftmals nur als Marketing Buzzword benutzt.

Wie lief es für dich persönlich?

Susanne: Meine Ausstellung vor Ort lief sehr gut. Ich bin dadurch mit sehr unterschiedlichen Positionen in Kontakt gekommen. Immer wieder fasziniert mich, dass auch Unternehmer den Wert einer solchen Aufbereitung erkennen. Das freut mich sehr. Den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kunst finde ich sehr wichtig und dafür war das SXSW großartig.