DOK.fest

Die bayerischen Filme auf dem 33. DOK.fest München

Ab dem 2. Mai 2018 zeigt das DOK.fest München wieder die besten aktuellen Dokumentarfilme. Elf Tage lang können Filmefans ein internationales Programm mit 154 Filmen aus 50 Ländern besuchen. Innovative Formate wie das DOK.forum und DOK.education befassen sich mit der Zukunft des Dokumentarfilms. 

DOK.fest 2018 | Programme Trailer

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Seit 1985 gibt es das DOK.fest München bereits. Und das zu recht. Allein seit 2012  vervierfachte sich die Zuschauerzahl.  46.000 Zuschauer im letzten Jahr zeigten: Der Dokumentarfilm  ist beliebt wie nie.

Damit verbunden ein Paradox, dem das DOK.fest 2018 eine Bühne gibt: Auf der Konferenz  zur Zukunft des deutschen Kinodokumentarfilms „GANZ GROSSES KINO?“. Denn so niedrige Gesamt- und Marketingbudgets erschweren die Produktionsbedingungen. Am 3. Mai thematisiert GANZ GROSSES KINO? wie der Dokumentarfilm gestärkt werden kann und fragt bekannte Branchenvertreterinnen und -vertreter nach ihren Visionen für das Genre.

Daniel Sponsel. Foto: DOK.fest München

Auch der andauernden Debatte um die Gleichberechtigung von Frauen widmet das DOK.fest einen Schwerpunkt: Die Themenreihe DOK.female. „Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, den Blick zu ändern, der das gesamte Storytelling des Kinos prägt“, sagt Festivalleiter Daniel Sponsel. „Auch im Dokumentarfilm werden immer noch tendenziell mehr männliche Geschichten erzählt als weibliche.“

Starke Frauen vor und hinter der Kamera

DOK.fest München/OVER THE LIMIT

Ganz im Sinne dieses Vorsatzes steht der Eröffnungsfilm des DOK.fest 2018 OVER THE LIMIT. Ein Jahr lang begleitet darin Regisseurin Marta Prus die rhythmische Sportgymnastin Rita aus Russland bei der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. OVER THE LIMIT ist ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen des Leistungssports – und ein Film über Selbstbehauptung, Erfolg und seinen Preis.

Bayern auf der großen Leinwand

Neben internationalen Filmen und Premieren sind im Festivalprogramm auch zahlreiche spannende Produktionen aus Bayern zu finden – unter anderem in der Reihe „Münchener Premieren“. Hier werden neun Filme von Filmemacherinnen und Filmemachern aus München gezeigt. Drei davon – DIE SEELE DER GEIGE, GERMANIA und IMPREZA – DAS FEST – sind für den Förderpreis des FilmFernsehFonds Bayern nominiert.

Insgesamt laufen elf vom FFF geförderte Filme auf dem DOK.fest 2018.

 

Die bayerischen Produktionen im Überblick:

B12 – Gestorben wird im nächsten Leben 

DOK.fest München/B12 – GESTORBEN WIRD IM NÄCHSTEN LEBEN

Der bayerische Drehbuchautor Christian Lerch erzählt in seinem Film vom 89-jährigen, grantelnden Lenz, dem ehemaligen Besitzer einer Autobahnraststätte an der Bundesstraße B12. „Ein liebevoller, berührender Film über ein Stück bayerischer Lebensart und die ureigene Kraft des Lebens“, schreibt Daniel Sponsel auf der Website des DOK.fest.

 

Biss und die Angst vorm Fliegen 

BISS UND DIE ANGST VORM FLIEGEN

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Wolfgang Ettlich zeichnet ein vielschichtiges Porträt der Verkäufer der unabhängigen Stadtzeitung „Bürger in sozialen Schwierigkeiten“  BISS und begleitet seine Protagonisten mit großer Empathie

Betrug

DOK.fest München/BETRUG

Als Vorstand eines privaten Münchner Kinderhauses hat sich Bastian an dessen Gemeinschaftskasse bereichert. In seiner Geschichte über den Hochstapler lässt der Münchner Regisseur und Autor David Spaeth nicht nur Bastian selbst erzählen, sondern auch die betrogenen Eltern.

 

 

Die Geheimnisse des schönen Leo

DOK.fest München/DIE GEHEIMNISSE DES SCHÖNEN LEO

Der Großvater des Filmemachers Benedikt Schwarzer, Leo Wagner, war CSU-Politiker und Vertrauter von Franz Josef Strauß. Um die Jahrtausendwende wurde er verdächtigt,  1972 das Misstrauensvotum der CDU/CSU gegen Bundeskanzler Willy Brandt zum Scheitern gebracht zu haben. Schwarzer will die Geheimnisse seines Großvaters ergründen. Der Film ist nominiert für FFF-Förderpreis.

Die Kunst der Widerrede

Celia, Mahja, Nina und Clemens, vier Studierende aus München, haben sich ein hohes Ziel gesetzt: Sie wollen sich für den international renommiertesten Völkerrechts-Wettbewerb qualifizieren: Den Jessup Moot Court.  Gereon Wetzel und Melanie Liebheit begleiten die vier Studenten auf dem Weg zum besten Argument für oder gegen geheimdienstliche Massenüberwachung.

Die Seele der Geige

Die Seele der Geige – Trailer

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Zwei jahre lang musste Frank Peter Zimmermann auf seine „Stimme“, eine Stradivari, verzichten. Die Bank, der sich gehört hatte, war aufgelöst worden. Nun bekommt er das Instrument wieder. Martin Schleske, Geigenbaumeister aus Landsberg am Lech, möchte eine einzigartige Geige bauen – inspiriert vom menschlichen Gesang. „Die Seele der Geige“ des Münchner Regisseurs Benedikt Schulte begleitet beide Männer. Ein Film über das geheime Seelenleben der Musik, der für den FFF-Förderpreis Dokumentarfilm nominiert ist.

Elternschule 

ARRI AMIRA Awards at DOK.fest 2018 – the nominees

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Es sind Eltern am Rande des Nervenzusammenbruchs, die in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen lernen, ihren Kindern liebevoll, aber konsequent Grenzen zu setzen. Mit Feingefühl begleiten Ralph Bücheler und Jörg Adolph die Familien durch die mehrwöchige stationäre Therapie in der Abteilung für pädiatrische Psychosomatik.

Der Film ist gefördert vom FFF und nominiert für den ARRI Amira Award.

Früher oder später 

DOK.fest 2018 I Interview Pauline Roenneberg

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Der ganz normale Wahnsinn in einem bayerischen Dorf: Ein Milchbauernpaar, das im Nebenjob als Bestatter tätig sein muss. Nebenan ist eine vegane, freidenkende Kommune in ein leerstehendes Hotel eingezogen. Besonders ihr erzählerisches Raffinement, Plotwendungen, Cliffhanger und trockener Humor zeichnen die dokumentarische  Serie der Münchner Regisseurin Pauline Roenneberg aus.

Germania 

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In der Münchner Studentenverbindung Corps Germania leben „Jungfüchse“ und „Drei-Farbige“ nach strikt hierarchischer Ordnung zusammen. Mit GERMANIA dringt Regisseur Lion Bischof ins Innere eines geschlossenen Kosmos vor und begegnet dort nicht zuletzt der Sehnsucht nach Zugehörigkeit im Angesicht einer unübersichtlichen Welt.

Maxim Leben – Ein altes Kino erzählt

MAXIM LEBEN – EIN ALTES KINO ERZÄHLT

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Das Maxim, Münchens drittältestes Kino, hat in seinen 105 Jahren bewegte Zeiten durchlebt. In den späten 1970er- und 1980er-Jahren, zur Hochzeit des Politkinos, war Sigi Daibers Maxim eines der Zentren der alternativen Filmkultur. In seinem Kino konnten Regisseur Peter Heller und andere junge Regisseure ihre gesellschaftskritischen (Dokumentar-)Filme zum ersten Mal einem interessierten Publikum präsentieren. Ein Blick zurück.

Zeitenwende in Giesing 

DOK.fest München/ZEITENWENDE IN GIESING

In Giesing ging mit der Sprengung des Agfa-Hochhauses im Jahr 2008 ging ein Stück Stadtteilgeschichte zu Ende. Zwischen Gentrifizierung und Münchner Wohnungsnot treffen aktive und ehemalige Agfa-Mitarbeiter, eloquente Investoren, Alt-Eingesessene und Neu-Giesinger aufeinander. Die künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HFF Morgane Remter begleitete die Abriss- und Neubaumaßnahmen über fast zehn Jahre.

Weitere Informationen zum Festival und den gezeigten Filmen finden Sie hier.