Eurosport

Auf dem Olymp in Ismaning

Mit einem einzigartigen Studiokonzept und einer Multikanalstrategie ist es Eurosport gelungen, Wintersportfans zu den diesjährigen Olympischen Spielen ein wahres Spektakel zu bieten. In Deutschland konnten sich die Zuschauer täglich zwei Stunden lang zur Hauptsendezeit über die Höhepunkte des Wettkampftages informieren.

Schnee vernebelt die Sicht, im Blick nur vibrierende Bretter, im Sturzflug geht es die Schanze runter. Schnitt zu Sven Hannawald, der sich bei seinem perfekten Sprung selbst über die Schulter fliegt. Natürlich nicht während des wirklichen Wettkampfes, sondern nur im virtuellen Olympiastudio von Eurosport in PyeongChang. Im Eurosport Cube wurden mit Hilfe von Augmented-Reality-Technologie die athletischen Höchstleistungen der Sportler vor den Augen der Zuschauer lebendig und mit erweiterten Daten bis ins kleinste Detail analysiert.

212 Millionen Zuschauer am ersten Wochenende

Screenshot: Sven Hannawalds perfekter Sprung

„Wir wollten, dass unsere Berichterstattung zu den olympischen Winterspielen mehr Menschen auf mehr Bildschirmen erreicht, als jemals zuvor,“ so Peter Hutton, Geschäftsführer von Eurosport. Das globale Medienunternehmen Discovery Communications sicherte sich 2015 die Rechte für die Olympischen Spiele von 2018 bis 2024. Mit ehrgeizigen Zielen und einem „Digital-First“-Ansatz realisierte der Sender die erste Live-Übertragung mit Virtueller Realität für ganz Europa mit seiner VR App. Zuschauer konnten ihr Olympia-Erlebnis mit sechs Kameraperspektiven und über 50 Stunden Livematerial am TV oder online komplett personalisieren.

Ein mobiles Digitalstudio, das sich zwischen den Austragungsorten bewegte, produzierte kurze Videoclips von Athleten, Influencern und Zuschauern, fing die ersten Eindrücke ein. Und zwar exklusiv für die Fans, die über Social Media mitfieberten. Auf www.erosport.com/olympia ließ sich jede einzelne Olympia-Minute, jeder Sportler und jede Sportart online, mobile, auf dem Tablet oder auf dem Fernseher ansehen.

Ein Mix aus Sport, Entertainment und Information

Olympia pur auf sämtlichen Digitalkanälen war die Devise des Medienunternehmens. Im Free-TV bei Eurosport 1 und TLC berichteten Korrespondenten und Experten 24 Stunden nonstop über die Winterspiele.

Das Studio, in dem Zwanzig18 produziert wurde.

Die deutschen Fans bekamen aus den Produktionsstudios in Ismaning ein komplett auf den deutschen Markt zugeschnittenes TV-Angebot mit einer Live-Show aus dem Deutschen Haus mit Fabian Hambüchen oder „zwanzig18 – Die Olympia Show“ zur Prime-Time, präsentiert von Marco Schreyl und Julia Kleine. Es war die erste Prime-Time-Show im deutschen Sportfernsehen, die die sportlichen Höhepunkte des Olympiatages mit Unterhaltung kombinierte.

Täglich präsentierte ein Experten- und Reporterteam – unter anderem mit Sven Hannawald, Martin Schmitt und Anni Friesinger-Postma – die Geschehnisse emotional und mit tiefgehenden Analysen. „Mit der ‚Zwanzig18 –  Die Olympia-Show‘ wagen wir uns auf komplett neues Terrain. Sport ist heute mehr denn je Entertainment,“ erläutert Gernot Bauer, Head of Sports von Discovery, das Redaktionskonzept. Neben Sport gab es Comedy- und Spielelemente, Gäste, Musik und ein Studiopublikum.

Die Umsetzung von „Zwanzig18“ war ein Mammutprojekt an dem 17 Subdienstleister über ein Jahr gearbeitet haben. Vom Set-Design, Studiobau, Lichtdesign, Lichtbau und Produktion bis zu Backlines Musik, Deko und Requisite waren fast 250 Menschen damit beschäftigt, den Cube, das virtuelle Studio und die Studiofläche von knapp 1.000 Quadratmetern zum Leben zu erwecken. Während der olympischen Winterspiele wurden in dem Studio in Ismaning 147 prominente Gäste empfangen und mehr als 1.200 Stunden Material geschnitten. Über 2.000 Zuschauer konnten im Studio live mitverfolgen, wie sich die Wettkämpfe im fernen PyeongChang vor ihren Augen abspielten.

Edelmetall in der Kategorie Einschaltquoten

In Deutschland brach der Sender alle Rekorde mit der Übertragung des Skispringfinales, das Andreas Wellinger die Goldmedaille brachte. Knapp zwei Millionen Nutzer schalteten ein. Die besten Einschaltquoten seit zwei Jahren mit einem Anteil von sieben Prozent erzielte Eurosport 1 beim Eishockeyfinale der Männer zwischen Deutschland und Russland. Geschätzt 58 Prozent der Bevölkerung in den zehn europäischen Kernmärkten nahmen vor dem Bildschirm an den Spielen teil. 76 Millionen Nutzer schalteten sich über die Online- und Social-Kanäle zu und über die Eurosport App. Der Münchner Sender war in den knapp zwei Wochen im Februar wahrhaft das „Zuhause von Olympia“.